Großübung im Grevenbrücker Gewerbegebiet -
Gefahrgutunfall mit Tanklastwagen beschäftigte die Feuerwehr

 

Die vorgehenden Trupps musste alle mit Chemiekalienschutzanzügen ausgerüstet werden

Die vorgehenden Trupps musste alle mit Chemiekalienschutzanzügen ausgerüstet werden


Am vergangenen Samstag um 14:13 Uhr wurden die Rettungsdienste aus Lennestadt und Finnentrop zu einem Verkehrsunfall in die Grevenbrücker "Industriestraße" gerufen. Den ankommenden Rettungskräfte, wurde schnell klar, dass es sich hier um einen größeren Unfall handelt.

Über die Kreisleitstelle in Olpe wurden die Feuerwehren Grevenbrück und Bilstein mittels Funkmeldeempfänger und Sirenenalarm nachbeordert. Nach der ersten Erkundung durch den Gruppenführer des ersteintreffenden Feuerwehrfahrzeuges, zeigte sich folgende Situation:

Ein Tanklastwagen (dargestellt durch den Gefahrgutübungsanhänger der Feuerwehr Bad Fredeburg / HSK) war mit einem PKW zusammengestoßen. Drei Personen wurden dabei verletzt. Der Tanklastzug schlug an mehreren Stellen Leck und verlor eine zunächst unbekannte Flüssigkeit.

Aufgrund der umfangreichen Lage, wurden sofort die Feuerwehren aus Elspe und Oberelspe, sowie die Löschgruppe Bamenohl (Fw Finnentrop) mit dem Gerätewagen-Gefahrgut zur Einsatzstelle gerufen. Parallel dazu, lief die Menschenrettung an. Ein Behandlungsplatz wurde eingerichtet, die Versorgung der Verletzten übernahm das DRK Lennestadt.

Nach weiterer Erkundung stellte sich heraus, daß es sich um eine brennbare, ätzende Flüssigkeit handelte, die der Tankwagen transportiert hatte. Der Einsatz unter Chemiekalienschutzanzügen (CSA) wurde erforderlich.

Aufgrund der anzunehmenden Anzahl, der einzusetzenden Trupps unter CSA, wurde die Dekontaminationseinheit der Feuerwehr Attendorn nachalarmiert. Die Löschgruppe Listerscheid rückte daraufhin mit dem Gerätewagen-Dekon P und einem Löschgruppenfahrzeug an.

An der Einsatzstelle wurden durch den Einsatzleiter E. Hargarten drei Einsatzabschnitte gebildet: "Unfallstelle", "Dekontamination" und "Wasserversorgung". Insgesamt wurden zum Abdichten des leckgeschlagenen Tankfahrzeuges 10 Trupps unter Chemiekalienschutzanzügen eingesetzt.

Um 15:45 Uhr gab der letzte vorgehende Trupp über Funk durch "alle Lecks geschlossen". Gegen 16:00 Uhr wurde durch den Übungsleiter R. Köhler der "Einsatz" beendet.

In der sich anschließenden Einsatznachbesprechung, zeigte sich Brandinspektor R. Köhler sehr zufrieden mit dem Verlauf der Übung und lobte die gute Zusammenarbeit der Löschgruppen untereinander. Die unter nahezu reelen Einsatzbedingungen stattfindende Übung, war nur Dank der Gefahrgutübungsanlage der Feuerwehr Bad Fredeburg / HSK möglich.

Lennestadts Stadtbrandinspektor M. Stachelscheid, der den Einsatz als Außenstehender beobachtet hatte, zeigte sich mit den Leistungen sehr zufrieden und machte darauf aufmerksam, das ein Einsatz in der Größenordnung ohne das hinzuziehen von überörtlichen Einsatzkräften nicht zu bewältigen ist.

R. Köhler
16.08.2004

Beratung der Trupps am EinsatzobjektDie Attendorner Feuerwehrkollegen baute eine Dekontaminationsanlage an der "Einsatzstelle" auf

Bei der Großübung nahmen knapp 80 Feuerwehrkräfte teil. Zum Einsatz kamen die Feuerwehrlöschgruppen aus:

- Grevenbrück, Bilstein, Elspe und Oberelspe (alle Stadt Lennestadt)
- Attendorn, Listerscheid (beide Stadt Attendorn)
- Bamenohl (Gemeinde Finnentrop)

Desweiteren nahm die Ortsgruppe des DRK Lennestadt an der Übung teil.

Insgesamt waren über 15 Einsatzfahrzeuge an der Übung im Grevenbrücker Gewerbegebiet
"An der Chemischen" beteiligt.

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