Unklare Rauchentwicklung im alten Grevenbrücker Postverwaltungsgebäude -
Lennestädter Löschzug II bei Jahresanfangsübung aktiv

 

Der erste Trupp beim gewaltsamen Eindringen ins GebäudeEin weiterer Trupp bereitet sich vor dem Gebäude auf den Einsatz vor


Am vergangenen Freitagabend (30.04.2004) gegen 17:45 Uhr startete der Lennestädter Löschzug II mit der traditionellen Jahresanfangsübung den ersten Außenübungsdienst im Jahr 2004. Übungsobjekt war das alte dreigeschossige Verwaltungsgebäude hinter der ehemaligen Grevenbrücker Post.

Die Kameraden Andreas Schürmann und Björn Bender, die die diesjährige Anfangsübung ausgearbeitet hatten, bereiteten im Vorfeld die umfangreiche "Einsatzlage" im abbruchreifen Gebäude vor. Nachdem zwei Puppen und drei Kameraden der Jugendfeuerwehr als Verletztenmimen im Objekt versteckt worden waren, wurde der gesamte Gebäudetrakt Mithilfe von drei Nebelmaschinen in dichten Rauch gehüllt. Schließlich wurden über die Kreisleitstelle in Olpe die Feuerwehren aus Bilstein und Grevenbrück mit dem Stichwort "unklarer Rauch" zum bisdahin geheimgehaltenen Objekt alarmiert.

Angenommene Lage
Für die mit Blaulicht und Martinhorn anrückenden Einsatzkräfte bot sich dann folgende Lage: Vermutlich spielende Kinder hatten im Keller des Gebäudes ein Feuer entfacht, das sich schnell ausbreitete und den Kindern den Rückweg abgeschnitten hatte. Zwei Personen wurden noch im Gebäude vermisst, die drei anderen Beteiligten konnten sich mit Verletzungen auf ein angrenzendes Dach einer Fahrzeughalle retten.

Bereits kurz nach dem Eingang zwingt der dichte Rauch den Trupp in die Hocke Auf einem angrenzenden Hallendach wird ein verletztes Kind erstversorgt


Eingeleitete Maßnahmen der Feuerwehr

Die ersten Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz verschafften sich zunächst gewaltsam einen Zugang ins Gebäude, um die vermissten Personen im total verqualmten Haus zu suchen. Zeitgleich ging ein weiterer Trupp über Steckleitern auf das Flachdach der angrenzenden Halle vor, um die drei Kinder zu Betreuen und zu Retten.

Da der Innenangriffs-Trupp aufgrund der enormen Rauchentwicklung und der verwinkelten Bauweise im Gebäude nur sehr schlecht vorankam, wurden weitere nachgerückte Kräfte unter schwerem Atemschutz zur Personenrettung ins Gebäude geschickt. Auf dem Gebäudedach fand währenddessen die Erstversorgung der drei Kinder statt, die schließlich über die Steckleiter gerettet wurden.


Atemschutztrupps melden sich nach dem Einsatz beim Gruppenführer zurück Eine Person wird aus der Einsatzstelle getragen


Im Gebäude gestaltete sich die Lage für die Trupps weiterhin schwierig. Erst als der angenommene Brand gelöscht war und die Entrauchung des Gebäudes mittels Hochleistungslüfter eingeleitet wurde, konnten im abziehenden Rauch die beiden vermissten Personen entdeckt und aus dem Gebäude gebracht werden.

Nach der kompletten Entrauchung des Hauses, wurde die Übung beendet. Nach Rücknahme der eingesetzten Geräteschaften fand schließlich noch eine Objektbegehung und eine Übungs-Nachbesprechung mit allen beteiligten Einsatzkräften, Übungsbeobachtern und Verletztenmímen statt.

Kräfteeinsatz:
Im Übungseinsatz waren rund 36 Feuerwehrkameraden aus Bilstein und Grevenbrück.

Technikeinsatz:
Zu Übungseinsatz kam:

1x Einsatzleitwagen (ELW 1)
1x Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24 Tr.)
2x Löschgruppenfahrzeuge (LF 8/6)
1x Löschgruppenfahrzeug (LF 16-TS)
1x Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G 2)
1x Gerätewagen-Logistik (GW-L)


Ein Trupp beim Abrüsten am Fahrzeug Übungsnachbesprechung in großer Runde vor dem Objekt

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