Unterirdischer Wassertank für das neue Feuerwehrgerätehaus wurde installiert -
Kameraden und Helfer meisterten zahlreiche Probleme in großartiger Eigenleistungsaktion
Eine Aktion der besonderen Art wurde am vergangenen Wochenende (20./21.08.2011) von den Kameraden der Löschgruppe Grevenbrück ausgeführt: Im Rahmen der Errichtung des neuen Feuerwehrgerätehaus Grevenbrück an der Kreisstraße 7 ("Zur Wilhelmshöhe") wurde ein rund 45 m³ fassender Wassertank in die Erde eingelassen.

Der bereits im letzten Jahr von der Firma HMT in Attendorn-Biggen gestiftete, alte Kühlwasser-Stahlbehälter dient zukünftig der Sammlung von Regenwasser von den großen Dachflächen des Neubau. Das vorgefilterte, angesammelte Wasser soll später u.a. für vielfältige Reinigungstätigkeiten bzw. Übungs- und Ausbildungszwecke von aktiver Wehr und Jugendfeuerwehr genutzt werden. Aber auch bei Einsatzszenarien wie Wald- oder Großbränden kann der neue Tank zum schnellen Befüllen von Tanklöschfahrzeugen genutzt werden.
Mit dem neuen „alten“ Stahltank wurde ein weiterer Schritt zur nachhaltigen und zukunftsorientierten Nutzung des Grevenbrücker Gerätehauses geschaffen.
Die Bemühungen um eine Regenwasserspeicherung am zukünftigen Gerätehaus in Grevenbrück begannen im Dezember 2010 als einige Kameraden in mehrstündiger Eigenleistung zwei ausrangierte Kühlwassertanks der Firma HMT in Attendorn-Biggen demontierten. Einer der beiden Tanks wurde dann mit selbst organisierten Transportmitteln zum Baugrundstück an der Kreiststraße 7 transportiert, während durch den Verkauf des zweiten, etwas größeren Stahlbehälters eine Finanzierungshilfe für anfallenden Umrüstungskosten und Reparaturen erfolgte.
An dieser Stelle möchte sich die Löschgruppe Grevenbrück nochmals ganz herzlich bei der Firma HMT bedanken, welche die beiden Tanks gestiftet hat. Desweiteren gilt ein besonderer Dank auch der Firma SITA, ohne die der Transport des Stahlkolosses im Dezember 2010 nicht möglich gewesen wäre.
Während der folgenden Monate wurden zunächst keine weiteren Arbeiten am Tank durchgeführt. In den letzten Wochen wurde der stählerne Gigant dann für seinen neuen unterirdischen Einsatzort vorbereitet. Unter anderem wurde der Tank in Eigenleistung mit einem Bitumenanstrich vorgestrichen, bevor zwei Kameraden (mit beruflicher Ausbildung zum Dachdecker) eine notwendige Außenisolierung am Tank anbrachten.
Am Tag des Einsetzen des Tanks in den Untergrund (Samstag, 20.08.2011) begannen die ersten Arbeit bereits um kurz vor sechs Uhr morgens. Mit einem Bagger, einem Radlader und mehreren Treckern mit Kipp-Anhänger wurde über den gesamten Tag eine Baugrube mit den Maßen 12 x 4 x 4 Meter ausgehoben. Dieses Unterfangen stellte sich im Verlauf als komplizierter heraus als zunächst geplant war.
Auf der für den Abtransport der Erde vorgesehenen, abschüssigen Strecke kippte schon bald nach Beginn der Bauarbeiten ein Anhänger um, nachdem er auf feuchten Wiesenuntergrund weggerutscht war. Der kleine Unfall verlief glimpflich und ohne größere Folgen, sodaß die Arbeiten nach dem Aufrichten des Anhänger fortgesetzt werden konnten.
Nur wenige Stunden später drang zunehmend Grundwasser in die Baugrube ein. Das auszubaggernde Erdreich war zum Bau der Kreisstraße 7 in den 80er Jahren hier angefüllt worden und reagierte daher mit seiner geringe natürlichen Verdichtung und hohem Lehmanteil besonders anfällig auf den Wassereinbruch, was die Aushubarbeiten weiter erschwerte.
Um die stetig nachzulaufenden Wassermassen aus der Baugrube entfernen zu können setzten die Kameraden zunächst eine elektrisch betriebene Tauchpumpe ein, die aber bald vor dem Strom des einlaufenden Grundwassers kapitulieren musste. Erst nach der Anforderung und dem Einsatz einer leistungsfähigeren, speziellen Schmutzwasserpumpe der Löschgruppe Oberelspe konnten die Erdarbeiten wieder zügiger fortgesetzt werden.
Mit einer gewissen Verspätung konnten die Arbeiten an der Baugrube dann fertiggestellt werden, sodass der mittlerweile angerückte Mobilkran mit dem Einheben des Tanks beginnen konnte.
Zeitgleich bauten die Kameraden der Löschgruppe Grevenbrück eine Wasserversorgung mit zwei Schlauchleitungen über eine rund 400 Meter lange Wegstrecke vom Veischedebach zur Baustelle auf, um den Stahlkoloss nach dem Einsetzen in die Grube auf das spätere Maximalgewicht belasten zu können.
In der langsam einbrechenden Dämmerung wurde der rund 8 Tonnen schwere Stahltank (Leergewicht) in die Baugrube eingelassen und mit Wasser befüllt. Kurz nach dem Manövrieren des Giganten in die korrekte Position wurde ebenfalls schon damit begonnen eine erste Fixierung im Erdreich zu schaffen. Dies wurde durch Einschlemmen von Sand und Wasser in die Baugrube bewerkstelligt. Da der stählerne Gigant für einen sicheren Stand einige Tonnen Sand benötigte, zogen sich die mit Treckern und einem Radlader ausgeführten Arbeit bis weit nach Mitternacht hin. Erst danach konnte auch die Wasserversorgung wieder zurückgebaut werden.
Die Feuerwehrkameraden und befreundete Helfer konnte die Arbeiten schließlich nach rund 19 1/2 Stunden Dauereinsatz an der Baustelle gegen 01:30 Uhr mit dem gewünschten Erfolg beenden.
Die Löschgruppe Grevenbrück möchte sich sehr herzlich bei den zahlreich, beteiligten Helfern und Firmen bedanken, allen voran bei Herrn Schulte von der Firma CS Bau (Olpe) für die Ausführung der Erdarbeiten, den Grevenbrücker Kalkwerken (Lennestadt) für die großzügige Schüttmaterialspende, den Firmen Markus Kille (Finnentrop) und SITA Westfalen (Lennestadt) für den Material-Transport zur Baustelle, der Fa. Dornseiff (Olpe) für den Kraneinsatz und der Firma Freund Bedachungen (Lennestadt-Grevenbrück) für die freundliche Unterstützung bei der Ausführung der Arbeiten.
Ein herzlicher Dank gilt zudem den Landwirten Richard, Becker (beide Lennestadt), Belke (Attendorn-Niederhelden), König (Finnentrop-Serkenrode), der Lennestädter Löschgruppe Oberelspe und Herrn Dr. Schneider (Lennestadt) für die Bereitstellung und Überlassung von Radlader, Traktoren, Anhängern und Pumpentechnik.
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