Gemeinschaftsübung
2002 der Lennestädter Jugendfeuerwehren -
Ausrichter: Löschzug III, Einsatzort: Gewerbegebiet Theten
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Übungseinsatz der gesamten Lennestädter Jugendfeuerwehr am vergangenen Samstag (13.07.2002).
Übungsobjekt:
Neu errichtete Firmenhalle der Fa. Demmerling im neuen Gewerbegebiet zwischen
Trockenbrück und Theten an der Thetener Straße.
Angenommene Lage:
Ein in den Firmenhallen der Fa. Demmerling abgestellter LKW gerät aus unklarer
Ursache in Brand. Das Feuer breitet sich schnell aus und es kommt zur Durchzündung
mit anschließendem Vollbrand der gesamten Halle. Eine zunächst unbekannte
Anzahl von Arbeitern wird vermisst. Angenommener Alarmierungszeitpunkt: Nachts
um 02:30 Uhr. Wetterlage: wie vorgefunden (starker Regenfall).
Alarmierung und Anrücken:
Alle Teilnehmer der Übung stellten sich am Anfang der Thetener Straße
auf einem Werksgelände in Bereitstellung. Im Übungsverlauf wurden
sie von dort über 2-Meter Funk zur "Einsatzstelle" abgerufen.
Die Anfahrt zum ca. 500 Meter entfernten Übungsobjekt erfolgte alarmmäßig.
Im ersten Abmarsch rückte der gesamte Löschzug III (Löschgruppen aus Elspe, Oberelspe und Oedingen) an. Aufgabe: Ersterkundung, Menschenrettung, Einleitung der Brandbekämpfung am Objekt.
Der Löschzug II (LG Grevenbrück und Bilstein) wurde ca. fünf Minuten nach den ersten Abmarsch abgerufen. Aufgabe: Aufbau einer offenen Wasserentnahmestelle an einem ca. 200 Meter entfernten Bachlauf, Verlegung der Schlauchleitung in Richtung "Brandobjekt".
Der Löschzug I (LG Meggen, Altenhundem, Halberbracht und Maumke) wurde nach weiteren zwei Minuten zur "Einsatzstelle" beordert. Aufgabe: Brandbekämpfung mittels Wenderohr der Meggener Drehleiter, Unterstützung des Löschzug III bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung.
Als letzte Einheiten rückte die Jugendlichen aus dem Zug IV (Löschgruppen Saalhausen, Kickenbach und Milchenbach) an. Aufgabe: Selbstständiger Aufbau einer Wasserversorgung und anschließende Brandbekämpfung von der rückwärtigen Gebäudeseite (Wiesengelände).
Aufgabe aller vier eingesetzten Züge war zudem die weitläufige Ausleuchtung des Übungsobjektes, aufgrund der angenommenen nächtlichen Lage.
Maßnahmen:
Nach Eintreffen des Löschzug III gingen mehrere Jugendfeuerwehr-Trupps
- unter angenommenen Atemschutz - in die stark verrauchte Halle vor. Gleichzeitig
errichteten die Kameraden aus Oedingen eine Schlauchleitung zu einem Unterflurhydranten
an der Thetener Straße. Damit wurde die anfängliche Wasserversorgung
sichergestellt.
Der mittlerweile eingetroffene 2. Zug richtete eine Wasserentnahmestelle bei den Kalkwerken ein. Die Jungbrandschützer verlegten dann von dort eine ca. 200 Meter lange Schlauchleitung zu den Fahrzeugen des Löschzuges I und III.
Am Gebäude brachten die Jugendlichen des Löschzuges I währenddessen die Drehleiter der Meggener Feuerwehr in Stellung. Der Zug IV baute einen kompletten Löschangriff mit mehreren Rohren in einer nahegelegenen Wiese auf.
Übungsziel war schnell
erreicht
Bereits nach nur 34 Minuten nach dem Abruf des ersten Fahrzeuges war die gesamte
Übungslage voll im Griff der knapp 50 eingesetzten Jungfeuerwehrleuten.
Sechs Mitarbeiter waren aus der Halle gerettet worden, die gesamte "Einsatzstelle"
war rundum mit Stativen und Lichtmasten ausgeleuchtet, drei Wasserentnahmestellen
waren in Betrieb und förderten über mehrere hundert Meter verlegte
Schlauchleitung Löschwasser zum "Brandobjekt". Zeitweise waren
bis zu 15 (!) Rohre, angefangen vom Wenderohr der Drehleiter bis zum C-Strahlrohr,
im Übungseinsatz.
Bilanz
Sämtliche Beobachter der Übung waren von den erbrachten Leistungen
vollauf begeistert. Bürgermeister Alfons Heimes, der dem Feuerwehrnachwuchs
über die Schulter schaute, war sehr zufrieden und übereichte im Anschluß
an die Übung den Lennestädter Jugendgruppen einen Scheck von der Provintialversicherung
im Wert von über 250 Euro.
Weitere begeisterte Zuschauer der Übung waren Stadtbrandmeister Manfred Stachelscheid mit seinem Stellvertreter Erich Hargarten. Desweiteren war der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises Olpe und zahlreiche Löschgruppen- und Zugführer der Stadt Lennestadt vor Ort.
Belohnt wurde die schweißtreibende Arbeit im strömenden Regen schließlich mit einem verdienten Grillnachmittag der 10 bis 17-jährigen Akteure.