Der "ELW 1" des Lennestädter Löschzug II
Standort: Löschgruppe Grevenbrück

Der "ELW 1" des Lennestädter Löschzug II

Fahrgestell: Volkswagen LT 28 TDI

Aufbau: Eigenausbau

Im Dienst seit: September ´2002 (Baujahr: 1997)

Feuerwehrtechnische Bezeichnung: ELW 1

Funkrufname: "Florian Olpe 5 / 11 / 2 "




(Bildvergrößerung durch Anklicken des Fahrzeugfotos !)

 

Vorwort zum Fahrzeug

Anschaffung:
Mit dem Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) des Lennestädter Löschzug II wurde im Jahr 2002 erstmalig in der Geschichte des Löschzuges ein Fahrzeug komplett durch Spendengelder finanziert, da es im mittelfristigem Zeitraum, weder durch Fördermittel des Landes, noch durch Mittel der Stadt Lennestadt hätte beschafft werden können.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen gebrauchten Kleinbus (9-Sitzer, Baujahr 1997) der im April 2002 von einem Autohandel im Westerwald gekauft werden konnte. Das Fahrzeug war bis dato zum Personentransport / Rollstuhltransportfahrzeug in einem Seniorenheim eingesetzt. Zum Kaufzeitpunkt war das 102 PS starke Fahrzeug reinweiß lackiert.

Ausbau:
Um Kosten zu sparen, stand bereits vor der Anschaffung eines "ELW 1" fest, das ein Gebrauchtfahrzeug angeschafft werden sollte, das dann in Eigenleistung einiger Feuerwehrkameraden aus- und umgebaut werden sollte. Der Ausbau des Grundfahrzeuges begann Mitte April 2002 auf dem Lennestädter Bauhof in Theten. Nach mehreren hundert Arbeitsstunden der Kameraden, konnte das Fahrzeug endlich Ende Juli inoffiziell in Betrieb genommen werden. Die offizielle Einweihung fand schließlich am 21. September 2002 statt.

Der Blick in das Fahrzeug; auf dem Dach sind zwei Scheinwerfer der Umfeldbeleuchtung angebracht Der Blick in den Arbeitsraum (von vorne)
 

Funktion und Ausrüstung des Fahrzeug

Der Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) des Lennestädter Löschzug II dient dem Einsatzleiter zur Anfahrt und Erkundung an Einsatzstellen. Desweiteren ist er ein Hilfsmittel zur Führung von taktischen Einheiten sowie von Verbänden. Das Fahrzeug ist für acht Personen ausgelegt und wird im Einsatzfall mindestens von einer Führungskraft und einem Sprechfunker besetzt. Das Fahrzeug ist so konzipiert, das an Einsatzstellen zwei Sprechfunker unabhängig voneinander arbeiten können.

Funktechnische Ausrüstung:
Das Fahrzeug ist mit zwei festeingebauten 4-Meter Band-, zwei festeingebauten 2-Meter Band- und zwei tragbaren 2-Meter Band-Funkgeräten ausgestattet. Eines der 4-Meter Geräte kann bereits während der Anfahrt von Beifahrer- bzw. Fahrerplatz aus bedient werden. Dieses Gerät verfügt auch über einen angeschlossenen FMS-Hörer (vorne) über den taktische Kurzmittelungen an die Kreisleitstelle übermittelt werden können.

Zwischen Fahrer- und Beifahrersitz ist ein 4-Meter Funkgerät mit FMS-Hörer und das Ladegerät für die Zusatzbatterie untergebracht Die Funkkonsole, insgesamt stehen zwei 2-Meter Geräte, zwei 4-Meter Geräte und ein Mobiltelefon zur Verfügung
 

Das Gerät ist so geschaltet, das es an der Einsatzstelle auch im Funkraum hinten genutzt werden kann (allerdings dann ohne FMS-Betrieb). Neben der BOS-Funktechnik verfügt der "ELW 1" über zwei Mobiltelefone und ein Notebook mit Fax-/Internetoption.

Ausstattung:
Auf dem ELW werden zur Aufgabenerfüllung neben den nötigen Feuerwehr-Einsatzplänen, Kartenmaterialien und Fachliteratur auch nötiges Büromaterial mitgeführt. Die gesamte Ausrüstung ist in mehreren Schubladen und tragbaren Transportboxen verstaut.

Der Arbeitstisch im Gesamtüberblick Ein ehemaliger Bürocontainer wurde unter dem Arbeitstisch installiert
Unter der Rücksitzbank wurden zwei große Transportboxen für Einsatzliteratur eingebaut Unter der vorderen Sitzbank wurden zwei weitere kleine Transportboxen für Material untergebracht. Desweiteren ist ein 6 kg ABC-Löscher im Einstiegsbereich befestigt
 

Das Fahrzeug ist mit einer Umfeldbeleuchtung (Heck / Beifahrerseite) für nächtliche Einsätze ausgerüstet. Als Sondersignalanlage dient eine Hella RTK 4 Anlage, die mit einem Heckblaulicht und Frontblitzern kombiniert wurde. Eine vierteilige Fiamm Pressluftanlage ergänzt die Anlage. Über den Außenlautsprecher der RTK 4 Anlage können im Bedarfsfall Durchsagen gemacht werden. Die Bedienung erfolgt vom Funkarbeitsplatz aus.

Besondere Zusatzausrüstung:
Als besondere Zusatzausrüstung ist auf dem Fahrzeug eine 4 x 4 Meter großes Schnelleinsatzzelt (SEZ) verlastet. Im Einsatzfall kann das Zelt innerhalb einer Minute von zwei Mann in Stellung gebracht werden. Betrieben wird das "SEZ" durch eine handelsübliche Atemluftflasche.

Das geöffnete Fahrzeugheck: Oben sind zwei Handscheinwerfer mit Ladestation eingebaut; unten lagert das Schnelleinsatzzelt (SEZ 4x4) und der DIN Verbandkasten. In der Mitte befinden sich drei große Schubladen Der Arbeitsplatz vom Heck aus betrachtet; auf dem Tisch wurden getönte Acrylplatten befestigt, darunter sind u.a. Listen mit Funkrufnamen, wichtigen Telefonnummern usw. abgelegt
 

Hier gelangen Sie zum Ausbaubericht des Fahrzeuges im Frühjahr 2002.

   

< Zurück zu Home > <Auswahl Fahrzeuge >