Alarmübung bei der
Fassondreherei Robert Brill in Grevenbrück -
Löschgruppen Grevenbrück, Bilstein, Meggen und Elspe im Übungseinsatz
(Alle
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!!!)
Am Freitagabend (19.07.2002) heulte um 18:04 Uhr die Sirene in Grevenbrück. Gleichzeitig wurden die Feuerwehrkameraden aus Bilstein, Meggen und Elspe über Funkmeldeempfänger zu einem Brandeinsatz bei der Fa. Robert Brill in der Grevenbrücker "Dr.-Paul-Müller-Straße" alarmiert.
Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste - es handelte sich glücklicherweise "nur" um eine Alarmübung, die Zugführer des Löschzug II Erich Hargarten und sein Stellvertreter Andreas Schürmann in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Fa. Brill ausgearbeitet hatten.
Angenommene Übungslage:
Aus ungeklärter Ursache kommt es zu einem Brand in den Produktionshallen
der Fassondreherei der Fa. Brill. Das Gebäude ist stark verraucht und es
kann nicht ausgeschlossen werden, das sich alle Mitarbeiter der Firma rechtzeitig
in Sicherheit bringen konnten. Der angenommene Brand breitet sich schnell aus,
sodaß das Teile des Gebäudes schließlich in Vollbrand stehen.
Maßnahmen der beteiligten
Feuerwehren
Die ersteintreffende Tanklöschfahrzeugbesatzung (TLF 16/24 Tr.) aus Grevenbrück,
die gut drei Minuten nach der Alarmierung am Objekt eintraf, rüstete sofort
einem Trupp unter schwerem Atemschutz aus, der dann zur Erkundung und Personensuche
vorging. Das nachrückende Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) sicherte zunächst
den anfänglichen Löschwasserbedarf aus einem unmittelbar am Produktionsgelände
liegenden Unterflurhydranten.
Desweiteren rüsteten sich weitere Atemschutzgeräteträger zur Menschenrettung und Brandbekämpfung aus und gingen in das betroffene Gebäude vor. Da im Verlauf ein umfassender Löschangriff notwendig wurde, wurden weitere nachrückende Kräfte mit der massiven Brandbekämpfung im Außenangriff beauftragt.
Dazu wurden insgesamt drei offene Wasserentnahmestellen errichtet. Eine davon u.a. am etwa 300 Meter entfernten Veischedebachlauf. Nachdem die Wasserversorgung mittels dreier Löschgruppenfahrzeuge (LF 8, LF 8/6 und LF 16-TS) und Schlauchwagen aus Elspe (SW 1000) sichergestellt war, wurde auch der Elsper Schaumwasserwerferanhänger und das Wenderohr der Meggener Drehleiter (DLK 23/12) in Stellung gebracht.
An der "Einsatzstelle" wurde desweiteren eine zentrale Anlaufstelle für Atemschutzgeräteträger eingerichtet, wo auch die gesamte Atemschutzüberwachung stattfand. Die funktechnische Einsatzleitung wurde vom neuen Grevenbrücker "ELW 1" aus durchgeführt.
Übungbilanz
Die Übungsziele wurden von den eingesetzten Kameraden schnell erreicht.
Bis auf einige kleinere, meist technisch bedingte Probleme (z.B. Komplettausfall
einer älteren Tragkraftspritze oder die zeitweise Überlastung des
Funkverkehres) verlief die gesamte Übung und das Zusammenspiel der Löschgruppen
reibungslos. Sehr schnell waren große Mengen an Löschwasser am Objekt
verfügbar. Die Übung konnte nach ca. einer Stunde beendet werden.